Von Christchurch nach Kaikoura, South-Island-Trip, 16.04.09

Der erste Tag der Tour begann mit einem trotz in einer fruehen Veranstaltungszeit stattfindenem, guten Fruehstueck.

Nach dem Geschirrspuelen (was jeder fuer sich selbst machte), hiess es alle Eigentuemer schnellst moeglichst zusammenzupacken und die riesen Rueckenrucksaecke zum extra fuer die Tour gemieteten Bus zuschleppen.
Der sollte naemlich schon um 8.15 Uhr abfahren…

“Sollte!”

Doch wie es immer so ist, dauerte es ueber eine Stunde bis alle Leute eingetrudelt waren.
Die Letzten trafen um kurz nach 9.00 Uhr am Bus ein. Weil sie sich noch schminken mussten. Ich will garnicht wissen, wie viele Stunden ueber Stunden in ihrem Leben damit vergeuden, fast foermlich an einem Spiegel zu kleben…
Dafuer, dass wir fast eine ganze Stunde umsonst um Bus warteten wurden sie erst einmal kraeftig beim Betreten des Busses ausgebuht.
Strafe musste sein und hat anscheinend auch Wirkung gezeigt, denn im Laufe der Tour kamen sie nicht noch einmal zu spaet!

Eine Stunde spaeter als gewollt, was aber schon von unseren drei Begleitern eingeplant gewesen war (ist wahrscheinlich jedes Mal das Selbe), ging es los in die Christchurch Innenstadt zu einigen Sehenswuerdigkeiten und zu einer kurzen Shoppingtour in den dort zahlreich vertretenen Souvenirlaeden.

Am Nachmittag sollten wir dann nach Kaikoura, einer kleinen Stadt an der Ostkueste aufbrechen.

Waehrend der etwa 15 minuetigen Fahrt vom Holiday-Park zur Innenstadt wurden wir mit dem morgendlichem Ritual
“Morning-Song” vertraut gemacht.
Von diesem Tag an, sollte jeder Morgen im Bus mit dem selben Lied (dem Song von Tiki Taane namens ‘Always on my mind’) beginnen.

Im Mittelpunkt Christchurchs angekommen fiel mir gleich ein schoenes grosses Gebauede auf.
Der Clarendon Tower.

Clarendon Tower, Christchurch 16.04.09

Natuerlich besichtigten wir auch die, die zu den absoluten Sehenswuerdigkeiten gehoerenden und sich im Herzen Christchurchs befindenen Christchurch Cathedral.

Christchurch Cathedral 16.04.09

Der Weg nach oben zur Aussichtsplattform war ermuedent und furchtbar lang.

Ich war der festen Ueberzeugung, dass ich mindestens 299 Stufen gestapft war, als ich endlich voellig erschoepft oben angekommen war.
Um so ueberraschter bin ich gewesen, als ich unten wieder heil angekommen, ein Infoschild las, das mich darueber informierte, dass der Weg nach Oben 133 Stufen lang sei…
Naja, da hatte ich mich wohl etwas verschaetzt.
Aber so richtig glauben tue ich das mit den 133 Stufen immer noch nicht…

Ist ja auch egal, das muehsame Aufsteigen hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Von dort Oben haben wir eine super Aussicht ueber die groesste Stadt der Suedinsel Neuseelands gehabt.

christchurch cathedral innen 16.04.09

Fuer diejenigen unter uns, die nicht so viel Spass am Shoppen oder an Besichtigungstouren zu Sehenswuerdigkeiten hatten, gingen wir Laserstriken.
Das ist ein Spiel, fuer das wir zu allererst in zwei unterschiedliche Gruppen eingeteilt wurden.
Sinn des Spieles war es moeglichst viele Punkte fuer die eigene Manschaft zu sammeln, indem man gegnerische Spieler mit einer Laserpistole (und dem dazugehoerigem Sound) abschiessen und dabei selbst so wenig wie moeglich getroffen werden sollte.
Das Ganze funktioniert dann mit Hilfe einer Weste, die so etwas wie Kontaktstellen besitzt.
Werden diese von einem Laserstrahl getroffen, bekommt der gegnerische Spieler Punkte und man selbst logischer Weise Minuspunkte.
Wenn man selbst zu oft an der selben Stelle getroffen wurde, war man nicht ‘tot’, sondern fuer eine kurze Zeit nur “spielunfaehig”, da es ja ein Spiel und nicht real war.
Das Ganze wird durch Dunkelheit und mit Hilfe von Gegenstaenden, die sich in dem Spielraum befinden und hinter denen man sich zusaetzlich verstecken konnte, erschwert.

Da ich nicht so ein Fan von Kriegsspielen bin und es irgendwie auch nicht eine so gute Idee finde, das ‘Schiessen’ auf Menschen zu ueben, fand ich das Spiel relativ sinnlos.
Doch waehrend des Spielablaufes und mit dem klaren Bewusstsein darueber, dass es wirklich nur ein Spiel ist, war es doch ganz spassig.

Dannach waren wir noch an der Bridge of Remembrance.
Das ist ein Denkmal, das an den I. Weltkrieg und die darin gefallenden Soldaten erinnern soll.
Die Bruecke befand sich schon zur damaligen Zeit dort, an ihr wurde nachtraeglich nur das Denkmaltor errichtet, weil alle Soldaten, die in den Krieg zogen zuvor ueber diese Bruecke marschieren mussten.

Bridge of Remembrance Christchurch 16.04.09

Dannach ging es dann endlich nach Kaikoura.
Die Zeit waehrend der Fahrt verbrachten wir groesstenteils mit Reden und damit Musik zu hoeren.
Ab und zu meldete sich der Busfahrer und erzaehlte etwas ueber die gerade an uns vorbeiziehenden Landschaften und Doerfer.

Nach circa drei Stunden Fahrt in Kaikoura angekommen, hatte ich nicht nur etwas von der vorbei rasenden, schoenen Landschaft gesehen, sondern auch noch etwas von Weintrauben und ihrer Anbauweise gelernt (Vorallem, weil der Busfahrer an jeder Weintraubenplantage das Selbe erzaehlte bzw. erklaerte)…

Das Erste, was ich in Kaikoura angekommen gesehen habe, war diese schoene Kueste hier, an der wir vorbei gefahren sind:

Kaikouracoast 16.04.09

Da wir den ganzen Tag auf den Beiden waren, stellten wir in der Jugendherberge angekommen nur unser ganzes Gepaeck in die Zimmer und rannten mit unseren Tellern und unserem Geschirr bewaffnet schnellst moeglichst zur Kueche.
Wer schnell war hatte Glueck und musste nicht erst lange in der Schlange stehen um warmes Essen zu bekommen.
Zu diesen Gluecklichen gehoerte ich leider nicht…

Nachdem auch ich dann endlich mein warmes Essen gehabt hatte,
machte ich mich zusammen mit einigen Maedchen aus meinem Zimmer daran die Stadt zu inspizieren und wurde gleich daran erinnert, dass Kaikoura viel mehr ein kleines Dorf, als eine Stadt ist.
Denn die ganzen Geschaefte waren schon vor 17.00 Uhr geschlossen.
Aber das war nicht alzu schlimm und so kehrten wir relativ frueh in die Jugendherberge zurueck um gemeinsam einen Film zu gucken.

Im Gegensatz zur vorherigen Herberge, besass die neue Unterkunft keinen Pool.
Mit dem Kaminzimmer und dem Fernsehraum fand ich diese aber auch ganz gut eingerichtet. (Auf jeden Fall keinen Vergleich zur Unterkunft waehrend des OPC-Trips!)
Ausserdem waren die Duschen schoen gross und besassen heisses Wasser, das mit einem kraeftigen Wasserdruck aus dem Duschkopf kam (was hier nicht umbedingt selbstverstaendlich ist).

Der Tag ging idyllisch mit einem gemeinsamen Beisammensitzen im Kaminzimmer am Feuer zu Ende.

Das war der erste Tag meines Trips auf der Suedinsel. Er war allerdings der entspannteste und auch ein wenig der langweiligste Tag dieser 10 Tage.
Demnaechst werde ich ueber den Zweiten, etwas mehr aufregerenden Tag berichten.

Bis dahin,
viele Gruesse,
Sarah-Franziska

P.S.
Entschuldigt bitte meine teilweise schlechte deutsche Ausdrucksweise.
Mittlerweile habe ich einige Probleme deutsche Ausdruecke nett zu formulieren und Woerter zu benutzen (es schwirren einfach zu viele englische Woerter in meinem Kopf herum, sodass mir teilweise nur die englischen Woerter einfallen, waehrend die dazu passenden Deutschen einfach irgendwo in der letzten Ecke meines Gedaechnis vergraben zu liegen scheinen.)

2 Antworten zu „Von Christchurch nach Kaikoura, South-Island-Trip, 16.04.09“

  1. Daphne sagt:

    die kirche sieht ganz schön düster aus, aber vielleicht liegt das auch nur am grauen xD Himmel(haha nicht nur wir haben schlechtes wetter, gerade regnet und gewittert es, mit allem drum und dran

  2. beingabroadziska sagt:

    ja das Wetter an diesem Tag war wirklich nicht so berauschend…
    Zum Glueck hatte es nicht geregnet.

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