Ein Besuch bei den ‘Blue Mountains’ gehörte ebenfalls zu unserem Sydney-Australien-Programm.
Da dies eine etwa 2 1/2 stündige Bahnfahrt alleine für den Hinweg bedeutete, verliessen wir früh das Haus.
Zu unserer normalen Busfahrkarte hatten wir zusätzlich ein Extraticket kaufen müssen und gingen aus diesem Grunde zum Verkaufsschalter.
Der nette und äußerst freundliche Bahnmitarbeiter erklärte uns, dass wenn wir eine halbe Stunde warten würden, die Kosten pro Bahnticket um $7 sinken würde und so entschlossen wir uns diese halbe Stunde zu warten.
Die Wartezeit am Bahnhof verbrachten wir damit bei ‘KrispyKreme’ einen Donut zu essen, den Besten, den ich bis jetzt gegessen habe.
Die lange Bahnfahrt verbrachten mit ‘Stadt, Land, Fluss’.
Und schneller als erwartet wurde es Zeit den Zug zu verlassen.
In ‘Katoomba’, der größten Stadt in den Blue Mountains betraten wir sofort das erste Informaionscenter, das wir ausfindig machen konnten.
Wir bekamen einige Besucherangebote und entschlossen uns schliesslich fuer einen “Hop on & hop off” Bus.
Mit dem wir für 15 Doller eine festgelegte Route (mit 29 verschiedenen Stopps) in den Blue Mountains zuruecklegen und ihn den ganzen Tag lang nutzen konnten.
Das 1. Mal stiegen wir bei den sogenannten Gordon Falls aus, die wir jedoch nicht zu Gesicht bekommen hatten.
Da unser Bus gerade weiter gefahren und der naechste erst wieder in einer Stunde kommen sollte entschlossen wir uns zu einer einstuendigen Wanderung zur Busstopnummer 13.
Trotz strahlenden Sonnenscheins war es kalt und vorallem sehr windig dort oben, wie man auf dem folgenen Foto erkennen kann.
Doch die schoene Landschaft und die gute Aussicht machte das Frieren und das “kleine” bisschen Wind natuerlich längst wieder gut.
Nachdem wir etwa 10 Minuten gewandert waren kamen wir zu unsere 1. grosse Herausforderung.
Im Wald trafen wir auf zahlreiche unbeschriftete Wege und Abzweigungen und hatten ernsthaft keine Idee wohin wir laufen muessten (wie schon sooft in den letzten paar Tagen…).
Da ist es kein Wunder, dass vor nicht allzulanger Zeit ein Ehepaerchen verloren und erst am naechsten Tag geborgen werden konnte, wie wir am Vortag in den Nachrichten gehört hatten…
Nach einer 1 1/2 stuendigen Wanderung und zahlreichen Entscheidungen, die getroffen werden mussten kamen wir tatsaechlich an einem Parkplatz wieder heraus.
Doch dort suchten wir vergebens nach einer Bushaltestelle.
Als wir nach genauerem Suchen keine gefunden hatten liefen wir zur Strasse, wo wir auch tatsaechlich einen Busstop vorfanden.
Allerdings nicht den, den wir gesucht hatten. Anstatt bei Station 13 heraus zu kommen, standen wir bei der Nummer 17!
Doch vor lauter Erleichterung machte uns das nichts.
Wir waren immer noch vor lauter Erleichterung gefuellt den Weg aus dem Gestruepp gefunden zu haben, als der Bus auf den wir warteten an uns vorbei und in die Strasse aus der wir gekommen waren bog.
Ein Jammer, dass niemand unsere Gesichtsausdruecke filmen konnte!
Denn diese veraenderten sich rasant von strahlend, erleichtert in verwundert und aergerlich.
Da die Busse nur einmal stuendlich fuhren liefen wir dem roten, langsam fahrenden Bus hinterher.
Der super nette Busfahrer sah uns und stoppe gluecklicher Weise sofort, sodass wir doch noch mitfahren konnten.
Den naechsten Halt machten wir bei den beruehmten ‘Three Sisters.’
Zu seinem Namen kamen “Die drei Schwestern” durch eine Legende:
Vor einer langen Zeit soll ein Schamane mit seinen drei Töchtern, Meehni, Gunnedo und Wimlah in den “Blue Mountains” gewohnt haben.
Alle vier lebten glücklich zusammen in den Bergen, teilten jedoch eine Angst vor einem in der Naehe wohnendem Bunyip (ein sagenhaftes Tier, das nach Erzählungen der Aborigines in den Flüssen, Wasserlöchern und Sümpfen Australiens hausen soll).
Eines Tages wurde der Schamane in Tal gerufen und aus Angst vor diesem Monster verwandelte der besorgte Vater seine drei Kinder mit Hilfe seines Zauberstockes in drei Felsen.
Er hatte vor sie zurueck zuverwandeln sobald er wiedergekommen sei, doch ungluecklicher Weise ging auf dem Heimweg sein Zauberstock verloren.
Seitdem soll der verzweifelte Mann seinen Zauberstock in den Waeldern der Blue Mountains suchen waehrend die drei Töchter geduldig auf ihre Erlösung warten.
Eine schoene aber doch unglueckliche Legende oder?
Wie auch immer, in eine der drei Schwestern hatten wir mit Hilfe vieler sehr steiler Treppen hineinklettern koennen.
(Was der Vater wohl dazu sagen würde?!)
Nach einer kurzen Rast im Echotal und einer weiteren etwas kuerzeren Wanderung traten wir den Rückweg an.
Am Haus angekommen durften wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hautnah miterleben.
Der Tag war sehr gut gelungen, zumal wir sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt hatten.
Wir bewegten uns viel, was vermutlich auch der Grund für unsere Erschöpftheit gewesen war.
Und so gingen wir nach dem Essen früh schlafen.
Wie man wahrscheinlich auch schon an den ö, ä und ü erkennen kann (auch wenn ich teilweise vergesse sie zu benutzen) bin ich wieder in Deutschland.
Mein Rückflug verlief ganz gut und ansonsten hat auch alles super geklappt.
Trotzdem weiterhin
viele Grüsse,
Sarah-Franziska


